Wissen freigeben

(!) Achtung: Diese Seite bietet KEINE rechtlichen/ rechtsgültigen Definitionen (da die Rechtslage weltweit nicht einheitlich geregelt ist) sondern dient lediglich zum allgemein Verstehen von Nutzungsbedingungen und einigen Freien Lizenzen.

(c) copyright, geschützt

DU kennst sicher das Zeichen © Copyright = alle Rechte vorbehalten!
Das Internet ist voller Inhalte, die zwar frei zugänglich aber nicht frei verwendbar sind. Das ist oft ein Problem, weil diese „geschützten“ (C)-Inhalte sich nicht verbessern, verbreiten oder vervielfältigen können. Oft kann noch nicht einmal darüber diskutiert werden, weil keine Möglichkeit besteht, allen das (c)-Werk zu zeigen, über das geredet wird.

Daher gibt es Nutzungsbedingungen, die Inhalte zur freien und selbstbestimmten Verwendung ganz bewusst „freigeben“. Das sind sogenannte „Freie Lizenzen“. Die Freie Enzyklopädie „Wikipedia“ definiert dies so:

Eine freie Lizenz ist eine Nutzungslizenz, die die Nutzung, Weiterverbreitung und Änderung urheberrechtlich geschützter Werke erlaubt. Frei lizenzierte Text-, Bild- oder Tonwerke werden in Unterscheidung zu freier Software als freie Inhalte (Open Content) bezeichnet. […]

[Quelle: de.Wikipedia.org (Status per 6.1.2020)]

Die Inhalte in Wikipedia sind übrigens auch zur Benutzung unter einer bestimmten Freien Lizenz freigegeben – nämlich der Lizenz (CC)-BY-SA … Details dazu weiter unten.

Eine kleine Auswahl an Freien Lizenzen für Werke

(PD) Public Domain …

(PD) public domain, frei

Der Begriff „Public Domain“ kommt aus dem englischen Rechtssystem und bezeichnet Werke die „frei von Urheber*innen-Ansprüchen“ sind. Diese Ansprüche können entweder nie vorhanden gewesen sein oder auch ausgelaufen sein. Solche Werke können beliebig frei verwendet, verbreitet und verändert werden.
Siehe auch: 1. Jänner = Public Domain Day
Gekennzeichnet werden Inhalte unter der Freien „Public Domain“-Lizenz etwa mit einem (PD)-Symbol oder mit einem durchgestrichenen (C)-Symbol.
„Public Domain“ wird meist als „Gemeinfreiheit“ übersetzt, wobei die Gemeinfreiheit (vgl. Wikipedia) in Europa zusätzlichen nationalen Regelungen zur Freien Nutzung unterliegen kann.

(CC0) Creative Commons Zero …

(cc0) creative commons Zero, frei

Creative Commons „some rights reserved“ – ist ein modulares Lizenzierungs-Modell, bei dem Autor*innen die freie Weiternutzung eigener Werke an bestimmte Bedingungen knüpfen und so aus 6 Freien-Fertig-Lizenzen wählen können. Ist die Verwendung an keine (null) Bedingungen geknüpft, so wird dies als (CC0)-Zero gekennzeichnet. Solche Werke können beliebig frei verwendet, verbreitet und verändert werden – vergleichbar mit (PD). Da in vielen Ländern Werke automatisch einen UrheberRECHTsschutz haben, muss aktiv auf dieses Recht verzichtet werden – etwa durch die Freigabe unter (CC0).
Eigene Inhalte unter Creative Commons Zero (CC0) freizugeben sind „Geschenke an die Welt“.*)

Andere (CC) Creative Commons Lizenzen für frei verwendbare Inhalte …

(cc)-Module kombinieren, Rechte freigeben

(CC)-BY – erlaubt die freie Verwendung, Verbreitung und Veränderung unter der Bedingung, dass der (urspüngliche) Autor/ die Autorin (BY) genannt wird.
(CC)-BY-SA – erlaubt die freie Verwendung, Verbreitung und Veränderung nur unter der Bedingung, dass das neue Werk ebenfalls wieder unter diesen Bedingungen (SA)=ShareAlike freigegeben wird.
Andere (CC)-Bedingungen zur Freien Verwendung können sein:
(ND)=NoDerivs, Keine Veränderung gestattet, das Werk darf nur wie es ist verwendet und verbreitet (geteilt) werden.
(NC)=NonCommercial, Nicht Kommerziell, das Werk darf NUR für nicht-kommerzielle Zwecke „frei“ verwendet werden. Aus diesen 4 Bedingungen (BY/SA/ND/NC) können mittels (CC)-Modell 6 verschiedene Freigabe-Lizenzen gebaut werden.

Neben den Kennzeichnungen und Symbolen gibt es zu jeder (CC)-Lizenz auch jeweils kurze Infotexte (Deeds), die kurz und knackig sagen, was genau an Freiheiten erlaubt ist und unter welchen Bedingungen – vgl. (CC)-BY-SA Deed-DE
Ausführliche Infos zu den verschiedenen Freien Lizenzen, die mittels (CC)-Modulen möglich sind, bietet natürlich Wikipedia und das Portal creativecommons.org – dort gibt’s auch die passenden (CC)-Grafiken zur Kennzeichnung eigener freigegebener Inhalte.

EXKURS: Als Freigabe-Modell legt Creative Commons besonderen Wert darauf, dass Inhalte nicht nur rechtlich sicher genutzt (Use) sondern auch zu neuen Kreativ-Werken kombiniert (Remix) werden können. Es ist daher wichtig, sich mit den jeweiligen Einzelbedingungen der Ursprungswerke zu beschäftigen, damit das neue, eigene Remix-Werk eine passende Lizenz erhält: zB. kann eine Bild-Collage aus (CC)-BY und (CC)-BY-SA Materialien nicht anschließend als (CC)-BY-NC veröffentlicht werden, weil man sich bei der Verwendung auch nur eines einzelnen (CC)BY-SA-Bildes verpflichtet hat, das Ergebnis wieder unter diesen gleichen Bedingung freizugeben.

Free Cultural Works Kennzeichnung

Außerdem gut zu wissen:
Free Cultural Works … ist eine Kennzeichnung für Freie Inhalte, die unter verschiedensten Freien Lizenzen ein Höchstmaß an Verwendungs-Freiheiten geben. Damit Werke und Arbeiten als „Freie kulturelle Werke“ gelten können, müssen folgende Freiheiten gegeben sein: Freier Zugang, Freie Verwendung zu jedem beliebigen Zweck, Freie Vervielfältigung und Veränderbarkeit.
All diese Lizenzen ermöglichen Free Cultural Works – darunter auch (CC0) und (CC)-BY und (CC)-BY-SA.


*) Warum es wichtig ist, (eigene) Inhalte ganz bewusst unter Freien Lizenzen freizugeben …
Frei verwendbare und veränderbare Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, Bücher, … die frei verknüpft werden können mit eigenen Gedanken, Ideen, Erfahrungen und Fähigkeiten … können neue Erkenntnisse und neues Wissen entstehen lassen. Daher sind bewusst freigegebene Inhalte die Basis für ein besseres Verstehen der Welt und ermöglichen eine Weiterentwicklung aller Menschen.
[Statement von „Ich lerne gerne!“]

*) Ein Beispiel: Die Fotografie wurde auch nicht von einem Menschen an einem Tag erfunden und bis in die heutige, allgegenwärtige Selfie-Ära weiterentwickelt. Vielmehr wurde die Technik der „Fotografie als Geschenk an die Welt“ 1839 von Frankreich für alle Menschen freigegeben. In den Folgejahrzehnten wurde sie perfektioniert, an Situationen technisch angepasst, sowie auf allerlei sinnvolle und unsinnige Arten verwendet, um aus Erfahrungen und Fehlern zu lernen.
Und so veränderte dieses „180jährige Geschenk“ unser Sicht auf die Welt:
vom 1. erhaltenen Foto (1826) – über die Mondlandung mit „Earthrise“ – die Gräuel von Atomtests und Holocaust – den Galaxien durch das Hubble-Teleskops … bis hin zu „Featured (PD)-Pictures“ … und zu „Affen-Selfie-Urheberrechtsklagen“ (vgl. derStandard.at/2017) … und diese Entwicklung ist sicher noch nicht zu ENDE …

Am 24.1.2020 MitMACHen & Eigenes Wissen freigeben
„Dein Wissen als 1Geschenk an die Welt“
www.Wissen1Geschenk.at
anlässlich des „International Day of Education“ der Vereinten Nationen“
„Wissen wird mehr, wenn man es teilt!“
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