Nanu! Asphaltblumen in Wien?

Ganz klar, dass bei diesem Anblick von überdimensionalen Blumen direkt auf dem Asphalt einer Straße in 1150 Wien, die Neugier einen Purzelbaum macht 🙂

Nanu! Was ist denn hier los in der Wiener Markgraf-Rüdiger-Straße, 1150 Wien?

Nach zwei Tagen Regen, leuchten die Asphaltblumen der Initiative space and place im Erstes Wiener Wohnstraßen-Grätzel bei der Markgraf-Rüdiger-Straße wie frisch gemalt. Sie machen darauf aufmerksam, dass Du dich hier auf einer Wohnstraße befindest – hier ist Platz zum Spielen, Plaudern, … Leben. Und damit Du dich auf der Wohnstraße auch wohl fühlst, wurde sie einerseits extra wohnlich gestaltet und wird andererseits auch mit Aktionen rundum allerlei Nutzungsmöglichkeiten „bespielt“:
Mitmach-Termine 2020 unter dem Motto „Die Wohnstraße blüht auf – mit dir!“ unter spaceandplace.at/wohnstrassenleben

Nanu nana! In der Blumen-Wohnstraße an der Markgraf-Rüdiger-Straße ist auch eine „Coole Straße“ der Mobilitätsagentur Wien aufgebaut.

Nanu nana! Was ist denn hier für eine Coole Straße?

Was es damit auf sich hat, kannst Du ab sofort täglich Mo-Fr., nachmittags 13-18 Uhr sowie am Samstag ganztags von 9-18 Uhr direkt vor Ort – zum Beispiel von Kathi und ihrem Kollegen erfahren. Denn wo jetzt noch Platz zum Chillen und Spielen ist, starten im Sommer – wenn es heiß wird in der Stadt – automatisch die kühlenden, sensorgesteuerten Wassernebel. (Foto dazu wird im Sommer ergänzt 😉

Rate mal … Oder: Frag‘ mal

Rate mal, um wie viel Grad kühler die Nächte in der Stadt sind, wenn Wassernebel die Luft und den heißen Asphalt benebeln?
(A) ca. 2°C kühler
(B) rund 5°C kühler
(C) etwa 8°C kühler

Die Antwort und noch weiteres Interessantes erfährst Du direkt vor Ort bei den netten Leuten in den 22 Coolen Straßen in Wien 2020 . Oder Du testet es einfach selber mal bei einem Sommerspaziergang durch die Stadt aus!
(Ganz besonders ungeduldige Neugierige finden eine Antwort auch ganz unten*) in diesem Beitrag.)

In Wohnstraßen – ob mit oder ohne Blumen-Gestaltung – haben Menschen und nicht Autos Vorrang.

*) Klaudia war natürlich wieder neugierig und hat von Kathi erfahren, dass die Sommernächte in den Wiener Coolen Straßen bis zu 5°C kühler sind als ohne cooler Maßnahmen. Das liegt nicht nur an der Verdunstungskühle durch den Wassernebel, sondern auch daran, dass keine parkenden Autos die Tageshitze speichern und nachts abstrahlen.

Schönes machen aus Klopapier-Rollen

Klopapier ist derzeit ein großes Thema … und was könnten wir daraus „lernen“?

Na zum Beispiel: Nach dem Papier kommt die Rolle …
ALLERLEI aus leeren Klopapier-Rollen SELBER MACHEN!

Drei leere Klopapier-Rollen ... um Schönes daraus zu machen!

Hier werden mal für’s erste Ideen & Tipps gesammelt …

Samen-Aufzucht in Klopapier-Rollen
Handy-Ständer aus einer Klopapier-Rolle
Oster-Hase / Eier-Becher

Diese Ideen, Tipps & Beispiele sollen dich zum Selber-Machen inspirieren!

Bist DU neugierig? Lernfreudig? Mit-Mach-Freudig?
Dann mach einfach selber was aus einer leeren Klo-Papierrolle und schick DEIN BASTELFOTO oder einen Link zu DEINER eigenen BASTELANLEITUNG an mitmachen@ichlernegerne.at

Datenschutz-Hinweis: Alle Kontaktdaten (zB. Mailadressen von Einsendungen) werden wie immer ca. 10 Tage NACH einer Mitmach-Aktion wieder komplett gelöscht! *versprochen!* Denn hier werden Ideen, Tipps und konkrete Beispiele zum Mit-, Selber- & Nachmachen gesammelt – keine persönlichen Daten!

Bis bald!

8. März = Frauen(RECHTE)tag

Der Internationale Frauentag / International Women’s Day #IWD – geht auf den Kampf von Arbeiterinnen für bessere Arbeitsbedingungen gut 112 Jahre in die Vergangenheit zurück. Begleitet wurden die Aktionen immer auch von Forderungen nach Selbstbestimmung (Emanzipation) und gleichberechtigter Mitbestimmung (damals v.a. für das Frauenwahlrecht).

Frauen am Fahrrad wurden früher nicht gern gesehen. Denn das Rad machte Frauen mobil und aktiv …*)

1911 fand in Österreich (damals noch Österreich-Ungarn) der erste Frauentag mit der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen (Gleichberechtigung) statt.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde in Österreich 1918 das Allgemeine Frauenwahlrecht eingeführt. Erst 1975 wurde in Österreich per Gesetz das Partnerschaftsprinzip im Eherecht verankert – seither ist der Mann nicht mehr das „Oberhaupt der Familie“ und kann seiner Ehefrau nicht mehr verbieten, berufstätig zu sein.

Noch heute im Jahr 2020 kämpfen in Österreich und in vielen Ländern auf der Welt, Frauen für ihre Selbstbestimmungs- und Mitbestimmungs-Rechte. Und dort wo „gleiche Rechte“ bereits in den Gesetzen festgeschrieben sind, kämpfen Frauen darum, dass diese Rechte auch in der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Praxis eingehalten werden (vgl. Gleiches Geld für gleiche Arbeit, …).

Seit 1921 wird der Frauentag weltweit einheitlich am 8. März abgehalten.
Die erste Weltfrauenkonferenz fand 1935 in Istanbul statt. Bis heute 2020 ist aber der „Weltfrauentag“ kein Tag zum Feiern, sondern ein solidarischer Aktionstag, um auf Diskriminierungen, Ungleichheiten und Ungleichbehandlungen hinzuweisen. Und für viele ist der 8. März noch immer ein Kampftag, um gleiche Rechte für Frauen in allen Lebensbereichen zu erreichen oder zu erhalten. ♀

Rund um den diesjährigen 8. März 2020 hat Klaudia unterschiedliche Frauen bei Frauentags-Veranstaltungen in Wien gefragt:

Was sollten Frauen (oder Mädchen) deiner Meinung (oder Erfahrung) nach unbedingt wissen (oder können)?

Aus den konkreten Antworten kann man sich durchaus einiges für die anderen Tage im Jahr mitnehmen 🙂

» Frauen sollten unbedingt eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten!!
(Sandra+Ileana, aka Vorkämpferinnen)

» Frauen und Mädchen sollten wissen, dass sie alles können und dürfen. V.a. dürfen sie laut und selbstbestimmt und mutig sein!
(Sarah+Mini, aka Empowerinnen für Mädchen und junge Frauen)

» Frauen und Mädchen sollten unbedingt laut sein.
(Magdalena, aka Kämpferin*)

» Ich möchte, dass alle Frauen die Ausbildung machen können, die sie wollen – damit ihnen die ganze Welt offen steht.
(Eveline, ~38 Jahre Erfahrung)

» Frauen sollten sich unbedingt drum kümmern, was sie auf ihrem Pensionskonto haben. Und sich dann mit diesen Infos als Basis überlegen, ob sie Teilzeit, Vollzeit oder anderes arbeiten.
(Ursula, aka Unterstützerin)

» Frauen sollen bei Gehaltsvorstellungen immer nur bei männliche Kollegen nachfragen.
(Judith, aka Vorbild durch Selbstbild)

» Frauen sollten sich nicht an vorhandenen „Erfolgs“modellen messen oder diesen nacheifern. Es kostet Mut und Konsequenz Neues entstehen zu lassen.
(Steffi, aka Querdenkerin*)

» Sie sollten einfach wissen, was sie können und was sie mögen! Und sie sollten mehr Frauengeschichte lernen.
(Katrin, aka Mitkämpferin*)

Und was würdest DU sagen?


*) Dass Frauen mit dem Fahrrad fahren, wurde früher nicht gern gesehen – machte doch so ein Rad die Frauen mobil, erweiterte ihren Aktionsradius, ließ sie selbstständig werden … den räumlichen Freiheiten folgten die gedanklichen.


aka = also known as; Selbstbezeichnungen abseits von Fremdzuschreibungen wurden zu den Statements ebenfalls gesammelt.